19 August 2007

Was ist Realität? - Visual Modification


left pic: Wiesbadener Kurier -
Mrs. Merkel seems to be alone;
right pic: F.A.Z. - Mrs Merkel with the
envrionment secretary
Mal wieder ein Beispiel für kleine "Modifikationen" in den Medien, die man schon häufiger in der einen oder anderen Form finden kann. Was weglassen, kleine Dinge groß betonen, die "richtigen" Interviewpartner ...

Diesmal: Kanzlerin Merkel (CDU) war in Grönland zwecks Klimakatastrophe gucken. Und natürlich mit viel Publicity; schließlich sollen wir alle sehen, dass sie guckt. Dabei war auch Umweltminister Gabriel. Aber das wird mal eben - zumindest den Lesern mancher Zeitungen wie hier dem "Wiesbadener Kurier" - vorenthalten. Vielleicht, weil er nicht wie die Kanzlerin der CDU, sondern der SPD anghört? Im Text kam es übrigens auch nicht vor.

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Chancellor Angela Merkel headed to Greenland on Thursday with her environment minister for talks on global warming. Some called this a PR-Gag. Other used it in their own way. So, the "Wiesbadener Kurier" didn't mention that the environment secretary was present too, cut him out of the photo. So it seems that Mrs Merkel ist the only one, who ist interesting in healthy environment. Is this because the secretary represents another party as Merkel?

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07 Juni 2007

NYTimes - Desktop versus Web

Nur Apple gegen Microsoft ist vorbei. Apple und Microsoft gegen Google & Co. - so heißt die neue Aufstellung.
In der «New York Times» erschien gestern der Artikel Competing as Software Goes to Web. Software wird zunehmend webbasiert sein, das was wir zur Zeit bspw. bei Google sehen, ist erst der Anfang, Apple und Microsoft müssen reagieren. Was sie wohl bereits tun. Das läuft, so suggeriert der Artikel, wie immer: Gleiches Ziel, jeder für sich und mit jeweils ganz eigener Vorgehensweise.

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«The New York Times» published an article yesterday about the shift in software and operating systems from the desktop to the Web. It covers the different ways of Microsoft and Apple's to face the new big challenge by trying to couple desktop operating systems and the Internet together more closely. Very interesting is the characterization of the leading engineers Bertrand Serlet and Steven Sinofsky.

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21 April 2007

Google (k)new(s)?

Google News
«Pressevielfalt ist der Garant für Meinungsvielfalt.»

Mir und vielen anderen wurde diese Weisheit quasi eingeimpft. Und ich habe fest daran geglaubt. Bis ich Anfang 20 war und etwas zum Thema schreiben sollte: «Wann wird ein Ereignis eigentlich zur Nachricht?»

Da habe ich gelernt, dass das manchmal ein bisschen anders ist. Dass die große Vielfalt am Ende der Kette nicht unbedingt was nutzt. Nämlich dann, wenn am Anfang das Oligopol, vielleicht sogar nur das Monopol oder schlimmstenfalls nichts regiert.

Viele Dinge auf der Welt passieren nicht direkt vor den Augen der Weltpresse, in Washington, Moskau oder sonst einer Metropole. Sie passieren irgendwo dort, wo sich sich keine Horden von Korrespondenten tummeln, allzeit bereit, die Dinge aus vielerlei Sicht darzustellen. Da arbeitet bestenfalls ein Mensch einer Nachrichenagentur, z.B. von Reuters, dpa, AP oder AFP. Aber, wie gesagt, bestenfalls.

Wenn «bestenfalls» nicht eintritt, kann passieren, was will. Das potentiell wichtigste Ereignis dieser Welt wird nicht zur Nachricht werden, weil eben keiner da ist, der es in diese tragen könnte. Angenommen, ein Agenturkorrespondent erfährt aber doch davon und es treten weitere etwa 100 Bedingungen ein, die ein Geschehen erst zur Nachricht machen, läuft es tatsächlich über den Agenturticker. Und, wenn die Redaktionen es dann noch für wichtig erachten, kommt es sogar ins Blatt. Wenn es ganz bedeutsam ist, in viele verschiedene Blätter.

Damit hätten wir dann theoretisch die Vielfalt. Aber praktisch eben doch nicht. Weil, in allen Zeitungen steht ganz oder in Teilen der immer gleiche Text der Agentur(en). Man braucht nur die Kürzel über den Artikeln zu beachten, um zu merken, wieviel in einer normalen Tageszeitung reine Agenturtexte sind. macht es darüber hinaus möglich, Texte verschiedener Zeitungen zum gleichen Thema schnell miteinander zu vergleichen. Da wird dann bisweilen schnell klar, wie es um die Vielfalt bestellt ist.

Was sagt uns das? Ich glaube, sehr viel. Über alte und neue Medien, über Chancen und Risiken neuer journalistischer Formen, über Informationschaffung und Vernetzung und Informationsbewertung ... . Aber, ein andermal. Jetzt ist Redaktionsschluss!

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What about a wide range of news paper and media? It is a great thing. But a lot of articles are based on texts of only one news-agency or a few at best. Comparing articles e.g. in Google news can show this demostrative. In this cases, it is only a theoretical pluralism.

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