29 August 2007

VideoSnooper - TV Suchmaschine


TV-Search USA
Originally uploaded by nennett
VideoSnooper, die TV-Suchmaschine gibt es seit heute - und in dieser Art wohl nur bis Oktober - zum kostenlosen Ausprobieren. 22 Fernsehsender werden nach den eingegebenen Suchbegriffen durchforstet. Funktioniert mittels Spracherkennung, Auswertung des Titels der Sendung und demnächst noch über Untertitel.

Schon sehr beeindruckende Schnelligkeit. Wäre mal wieder interessant zu wissen wie das im Hintergrund aufbereitet wird. Sicherlich werden bald weitere Medien wie bspw. Hörfunk, Podcasts usw. durchsucht werden können. Gewisse Unzulänglichkeiten hat das auch noch. Die Filmausschnitte haben meist einen zu langen Vorlauf bis das eigentlich Gesuchte kommt und das ist wiederum sehr kurz; auch das Suchen mehrerer Begriffe machte mir beim Probieren Schwierigkeiten. Funktioniert bisher auch nur richtig auf Windows. Trotzdem gebe ich dafür viele Sternchen :-)

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19 August 2007

Was ist Realität? - Visual Modification


left pic: Wiesbadener Kurier -
Mrs. Merkel seems to be alone;
right pic: F.A.Z. - Mrs Merkel with the
envrionment secretary
Mal wieder ein Beispiel für kleine "Modifikationen" in den Medien, die man schon häufiger in der einen oder anderen Form finden kann. Was weglassen, kleine Dinge groß betonen, die "richtigen" Interviewpartner ...

Diesmal: Kanzlerin Merkel (CDU) war in Grönland zwecks Klimakatastrophe gucken. Und natürlich mit viel Publicity; schließlich sollen wir alle sehen, dass sie guckt. Dabei war auch Umweltminister Gabriel. Aber das wird mal eben - zumindest den Lesern mancher Zeitungen wie hier dem "Wiesbadener Kurier" - vorenthalten. Vielleicht, weil er nicht wie die Kanzlerin der CDU, sondern der SPD anghört? Im Text kam es übrigens auch nicht vor.

... IN ENGLISH


Chancellor Angela Merkel headed to Greenland on Thursday with her environment minister for talks on global warming. Some called this a PR-Gag. Other used it in their own way. So, the "Wiesbadener Kurier" didn't mention that the environment secretary was present too, cut him out of the photo. So it seems that Mrs Merkel ist the only one, who ist interesting in healthy environment. Is this because the secretary represents another party as Merkel?

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15 August 2007

Microformats - RDF


Microformats and RDF
Originally uploaded by nennett
It's not RDF versus Microformats. Diesen Post habe ich gestern gefunden. Und, es war das erste Mal, dass ich meinen Verdacht bestätigt fand. Es gibt sie wirklich, die Auseinandersetzung um das vermeintlich wahre und echte Semantische Web zwischen den Anhängern der Mikroformate und den RDF- bzw. OWLern.

Ich selbst kannte anfänglich nur die Mikroformate. Ich lese insbesondere Blogs und die sind deren Terrain. Da ich weder einen riesigen Terminkalender, noch ein ausuferndes Adressbuch habe, sind es - neben der guten Idee ansich - eigentlich "nur" die rel-tags, die mich begeisterten. Und dabei die Maschinenlesbarkeit, die es mir erlaubt, schon heute mit Firefox oder Flock den Inhalt eines Textes in Stichworten zu sehen. Das ist bei längeren Sachen ein enormer Fortschritt. Mit etwas Phantasie kann man die künftigen Suchmaschinen schon erkennen, die dann gleiche Stichworte raussuchen und mir Textpassagen gegenüberstellen.

Ich habe angefangen mich mehr mit dem Semantischen Web zu beschäftigen und war natürlich sehr schnell bei den Vorstellungen von Tim Berners-Lee zum Thema. Konkrete RDF-Anwendungen waren da aber schon schwieriger zu finden. Es sind einige eher festumrissene wissenschaftliche Bereiche, medizinische oder juristische Themen etwa, wo gerade versucht wird, semantische Teilnetze zu entwickeln. Hier stellt sich das Hauptproblem des gesamten Semantischen Netzes, die möglichst gleiche Begriffverwendung auch nicht so sehr; Fachsprachen beruhen auf meist festen sprachlichen Konventionen. Für ein wirkliches semantisches Web müssen aber irgendwann diese Teilnetze miteinander verbunden werden. Und dann, das kann sich jeder vorstellen, fangen die begriffsdefinitorischen Probleme tatsächlich erst an.

Dann stieß ich auf GRDDL und dachte, wenigstens "technisch" würden Mikroformate und RDF bald zusammenspielen können. Aber, da gibt es nicht so wirklich die Begeisterung auf allen Seiten. Profil-URIs, wie sie für GRDDL benötigt werden, könnten nämlich kaum ein unlösbares Problem sein.

Ich glaube nicht, dass Mikroformate und RDF wirklich "Konkurrenzprodukte" sind. Sie haben beide ihre Berechtigung. Und ich möchte gerne, dass mir meine semantische Suchmaschine, die ich hoffentlich in absehbarer Zeit habe, nicht nur entweder Blogeinträge oder wissenschaftliche Abhandlungen ausspuckt, sondern bitte alles!

... IN ENGLISH


Yesterday I found It's not RDF versus Microformats. I read the posts and comments, but nevertheless I can't understand why there is only a few cooperation between the users of microformats and them of RDF/OWL. A real Semantic Web will not have two parts and serveral search-engines, one for microformats and one for RDF. From my point of view GRDDL is the bridge between them. If not, I would like to know "why not?" Because, this posts and the comments didn't put forward a convincing case for it.

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21 April 2007

Google (k)new(s)?

Google News
«Pressevielfalt ist der Garant für Meinungsvielfalt.»

Mir und vielen anderen wurde diese Weisheit quasi eingeimpft. Und ich habe fest daran geglaubt. Bis ich Anfang 20 war und etwas zum Thema schreiben sollte: «Wann wird ein Ereignis eigentlich zur Nachricht?»

Da habe ich gelernt, dass das manchmal ein bisschen anders ist. Dass die große Vielfalt am Ende der Kette nicht unbedingt was nutzt. Nämlich dann, wenn am Anfang das Oligopol, vielleicht sogar nur das Monopol oder schlimmstenfalls nichts regiert.

Viele Dinge auf der Welt passieren nicht direkt vor den Augen der Weltpresse, in Washington, Moskau oder sonst einer Metropole. Sie passieren irgendwo dort, wo sich sich keine Horden von Korrespondenten tummeln, allzeit bereit, die Dinge aus vielerlei Sicht darzustellen. Da arbeitet bestenfalls ein Mensch einer Nachrichenagentur, z.B. von Reuters, dpa, AP oder AFP. Aber, wie gesagt, bestenfalls.

Wenn «bestenfalls» nicht eintritt, kann passieren, was will. Das potentiell wichtigste Ereignis dieser Welt wird nicht zur Nachricht werden, weil eben keiner da ist, der es in diese tragen könnte. Angenommen, ein Agenturkorrespondent erfährt aber doch davon und es treten weitere etwa 100 Bedingungen ein, die ein Geschehen erst zur Nachricht machen, läuft es tatsächlich über den Agenturticker. Und, wenn die Redaktionen es dann noch für wichtig erachten, kommt es sogar ins Blatt. Wenn es ganz bedeutsam ist, in viele verschiedene Blätter.

Damit hätten wir dann theoretisch die Vielfalt. Aber praktisch eben doch nicht. Weil, in allen Zeitungen steht ganz oder in Teilen der immer gleiche Text der Agentur(en). Man braucht nur die Kürzel über den Artikeln zu beachten, um zu merken, wieviel in einer normalen Tageszeitung reine Agenturtexte sind. macht es darüber hinaus möglich, Texte verschiedener Zeitungen zum gleichen Thema schnell miteinander zu vergleichen. Da wird dann bisweilen schnell klar, wie es um die Vielfalt bestellt ist.

Was sagt uns das? Ich glaube, sehr viel. Über alte und neue Medien, über Chancen und Risiken neuer journalistischer Formen, über Informationschaffung und Vernetzung und Informationsbewertung ... . Aber, ein andermal. Jetzt ist Redaktionsschluss!

... IN ENGLISH


What about a wide range of news paper and media? It is a great thing. But a lot of articles are based on texts of only one news-agency or a few at best. Comparing articles e.g. in Google news can show this demostrative. In this cases, it is only a theoretical pluralism.

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